Geschichte des FV 1893 Ravensburg e.V. - Teil II

II  Geschichte des FV 1893 Ravensburg e.V. von 1893 bis 1945

Hatten in England Kneipen, Betriebe, Wohnviertel, Schulen, Universitäten, Arbeitervereine und Kirchengemeinden zur Gründung von Fußballvereinen beigetragen, waren es in Ravensburg „Bürgersöhne“, die 1893 den „Fussball – Club Ravensburg“ gründeten. Dazu angeregt worden waren sie von ihrem Lehrer Groß, der das Fußballspiel während eines Aufenthaltes in England kennengelernt hatte. Einen enormen Aufschwung erlebte der Fußballsport in Ravensburg, als 1907 neben dem „Fußball – Club Ravensburg“ der „Fußball – Club Rauenegg“ entstand.

Bereits 1908/09 kam es zur Fusion der beiden Vereine im „Fußball – Club Ravensburg“. Der Verein nahm sogleich an der Verbandsrunde der „Bodensee – Fußball – Vereinigung“ zusammen mit dem FC Konstanz sowie Vereinen aus der Schweiz (FC St. Gallen, FC St. Gallen – Brühl, Kreuzlingen, Romanshorn, Amriswil) und Österreich (FC Lustenau) teil. Im Jahr 1911 bildete sich schließlich unter der Leitung des Kaufmannes Albert Halmer der Ravensburger Fußball – Verein, der ein Jahr später Meister der Bodensee – Liga wurde.

Nach der Unterbrechung des Spielbetriebes durch den 1. Weltkrieg bildete sich im Sommer 1918 unter Franz Kleiser und Alfred Möhrle der FV Ravensburg mit Schülern der Oberschule und aus dem Krieg zurückgekehrten Soldaten neu, und von diesem Zeitpunkt an hat der Verein seinen Namen „Fußball – Verein 1893 e.V.“ beibehalten. Das Spielfeld Wiesental wurde am 27. Juli 1919 eingeweiht mit einer Begegnung gegen die „Liga – Reserve – Mannschaft des Vereins für Bewegungsspiele Stuttgart“ vor über 2000 Zuschauern. In den Jahren 1925/26 und 1926/27 wurde der FV Ravensburg Abteilungsmeister, 1927/28 Gaumeister. 1931 erfolgte der Aufstieg in die „Bodensee – Vorarlberg – Liga“. Ab 1933 gehörte der FV 1893 Ravensburg der neu gegründeten „Schwarzwald – Bodensee – Liga“ an.

Die bewährte internationale Zusammenarbeit wurde wenig später von den Nationalsozialisten beendet. Ihr Einfluss hielt sich im Verein in Grenzen. Die Jugendabteilung des FV Ravensburg gehörte der Hitlerjugend (HJ) an, einige Mitarbeiter des Vereins taten sich mit ihrem Engagement in der Partei hervor, doch blieb der Verein im Großen und Ganzen vor Auswüchsen bewahrt und in seiner Struktur als Ravensburger Traditionsverein erhalten. Sportlich erfolgreich war für den FV Ravensburg zwischen 1938 und 1940 vor allem die A – Jugend – Mannschaft, die zweimal Oberschwäbischer Meister wurde.

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