Nach Tumulten beim FV herrscht Gesprächsbedarf

Die Choreografie des Ravensburger Fanblocks „Blue-White Supporters“ ging am Samstag aufgrund der Tumulte fast unter. (Foto: Inge Hartmann)

Ravensburg tk | Die Szenen, die sich am Samstag während der Oberliga-Partie zwischen dem FV Ravensburg und dem SSV Ulm 1846 Fußball abgespielt haben, werden viele so schnell nicht vergessen. Andreas Maccari, dritter Vorstand und Sicherheitsbeauftragter des FV, sagt: „So etwas haben wir in Ravensburg noch nie erlebt, das sind ganz neue Rahmenbedingungen.“

Bedingungen, die keiner beim FV – und wohl auch kein vernünftiger Zuschauer – haben will. Wie berichtet hatten Chaoten zunächst innerhalb des Ulmer Fanblocks für Randale gesorgt, später flogen Gegenstände Richtung Schiedsrichterassistent und Spielfeld. Auch Maccari wurde „ein Bodycheck verpasst, den ich heute noch spüre“.

Weil es sich bei der Begegnung gegen Ulm um ein sogenanntes Sicherheitsspiel gehandelt hat, hatte der FV bereits die Zahl der Ordner erhöht. „Dazu haben wir eine professionelle Security gestellt“, so Maccari. Im Vorfeld gab es Gespräche mit dem Sicherheitsbeauftragten des SSV. Rund 150 Personen standen am Samstag im Ulmer Block. Für diese Masse, gesteht der Ravensburger Anwalt, „waren wir nicht gerüstet“.

Maccari wird einen Bericht an den Württembergischen Fußballverband schicken, dazu gibt es ein Nachgespräch mit der Polizei sowie eine kurzfristig einberaumte Vorstandssitzung. „Das Ganze wird definitiv ein Nachspiel haben.“

Für die Partie gegen den Karlsruher SC II am 20. September – ein weiteres Sicherheitsspiel – wird der FV seine Lehren ziehen. „Es wird direkt am Gästeblock einen mobilen Toilettenwagen und einen Getränkestand geben“, sagt Maccari.

Aufgrund der Tumulte ging am Samstag viel Positives unter. „Die Zuschauer haben ein gutes Oberligaspiel gesehen“, sagte Ravensburgs Kapitän Steffen Wohlfarth. FV-Trainer Wolfram Eitel lobte bei beiden Mannschaften „das hohe Tempo auf dem tiefen Rasen“. Und vor dem Anpfiff ließen die „Blue-White Supporters“, der FV-Fanclub, auf der Haupttribüne ein großflächiges Banner hochziehen. Auf diesem stand: „Forza FVR – Wir glauben an euch“.

Die Ravensburger Fußballer haben auch an sich geglaubt – und das Spiel, das nach Simon Wetzels Platzverweis zu kippen drohte, doch noch gewonnen. „Die Mannschaft ist homogen, der Einsatz und der Kampf stimmen immer“, sagte Eitel. „Die Jungs geben immer Vollgas, egal ob im Training oder im Spiel.“ Trotz der zuvor drei Spiele in Folge ohne Sieg habe sich die Charakterfrage für den Trainer nie gestellt.

„Aber wir dürfen jetzt auf keinen Fall zufrieden sein“, sagte Wohlfarth. „Am Mittwoch gegen Berg haben wir gleich das nächste wichtige Spiel vor uns.“ Es ist das Achtelfinale im Verbandspokal – und das erste Pflichtspiel überhaupt zwischen dem TSV Berg und dem FV Ravensburg. Los geht die Partie im Berger Rafi-Stadion am Mittwoch um 17 Uhr. „Da freuen wir uns drauf“, so Eitel.

Quelle: www.schwaebische.de

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