Ravensburg II meldet sich zurück

Abschied mit Blumen: Michael Kimpfler, Geschäftsführer des FV Ravensburg (von rechts), und Peter Mörth (Sportlicher Leiter) verabschiedeten die beiden Spieler Lukas Schuster und Mihael Markulin sowie U-23-Trainer Matthias Thuro. (Foto: Alexander Tutschner)

Ravensburg sz | Die Zeichen standen auf Abschied beim FV Ravensburg II vor dem Spiel in der Fußball-Landesliga gegen die SG Kißlegg am vergangenen Samstag. Abschied von Trainer Matthias Thuro, der beruflich bedingt in der nächsten Zeit kürzertritt, Abschied von den Spielern Mihael Markulin (SV Weingarten) und Lukas Schuster, der zu seinem Heimatverein SV Bad Buchau zurückgeht, und eigentlich auch der Abschied vom Publikum beim letzten Heimspiel vor der Sommerpause und von der letzten Hoffnung auf den Aufstiegsrelegationsplatz.

Denn der SV Oberzell hatte gleichzeitig die große Chance, beim Mittelfeldteam FC Ostrach mit einem Sieg den FV endgültig abzuschütteln und den begehrten Relegationsplatz einzutüten und damit den Aufstieg in die Verbandsliga in Angriff zu nehmen.Die oben Genannten wurden mit Blumen und Geschenken verabschiedet, was den Kampf um Platz zwei betrifft, ist der FV aber wieder voll im Rennen. Denn überraschenderweise kassierte der SVO eine 1:3-Pleite in Ostrach und der FV setzte sich am Ende glücklich gegen Kißlegg durch. Nach einer 2:1-Führung zur Pause ließ der FV zunächst große Chancen aus und stellte dann das Fußballspielen ein. „Wir hatten hundertprozentige Chancen durch Axel Maucher und Maschkour Gbadamassi“, sagte Thuro nach dem Spiel, „die musst du einfach verwerten.“

Dann wurde es noch mal eng und nur, weil auch Kißlegg extrem fahrlässig mit seinen Chancen umging, reichte es für den Sieg. „Da hat man gemerkt, dass die Spieler doch auch Druck mit reinnehmen in so ein Spiel“, sagte Thuro. Nachwuchsspieler Elysee Kocheise ließ sich davon nicht beeindrucken und machte nach einem Konter in der Nachspielzeit das entscheidende 3:1. „Mich freut es, dass ein A-Jugendspieler die Coolness hatte und das Tor macht“, sagte Thuro. „Jetzt bereiten wir uns konzentriert auf das Finale vor.“

Auch am letzten Spieltag hat der FV die Sache nicht in der eigenen Hand, aber dennoch lebt die Hoffnung. Denn der SVO, der noch einen Punkt vor dem FV liegt, empfängt am letzten Spieltag mit dem Meister TSG Balingen II das Top-Team der Liga. Bleibt zu hoffen für den FV, dass die Balinger sich noch mal voll reinhängen, obwohl sie mit 16 Punkten Vorsprung längst Meister sind. „Das werden sie, das haben sie mehrfach kundgetan“, sagt Thuro, dessen Team sich aber erst einmal im Derby beim SV Weingarten durchsetzen muss, um die Hoffnungen auf die Verbandsliga am Leben zu erhalten. Eine wichtige Rolle könnte Kevin Kraus spielen. Der Torhüter der TSG Balingen II war der Garant für Meisterschaft und Aufstieg. Mittlerweile hat der Keeper ja beim FV Ravensburg für die nächste Saison in der Oberliga unterschrieben, jetzt kann er seinem künftigen Club gleich einen großen Dienst erweisen und den Laden gegen Oberzell dicht machen ...

Der SV Oberzell fand in Ostrach nicht zur gewohnten Form, obwohl man mit der 1:0-Führung durch Kapitän Kilian Mützel sogar noch einen guten Start erwischte. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage. „Wir hatten nicht unseren besten Tag“, sagte Mützel der SZ, „und sind auf einen spielerisch, kämpferisch und läuferisch sehr starken Gegner getroffen.“ Mützel und der SVO richten den Blick nach vorne: „Jetzt haben wir es halt verpasst, aber uns bleibt noch eine Chance“, sagte Mützel, „gegen Balingen II wird es aber sicher nicht leichter.“

Die Frage, die sich vor dem letzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga aufdrängt, heißt vereinfacht: Champagner oder Wurstwasser? Den Champagner hatte der SV Maierhöfen-Grünenbach vermutlich schon kaltgestellt, doch die große Party ist (noch) ausgeblieben. Weil der FC Isny den Partycrasher spielte, ist das Meisterschaftsfinale in der Fußball-Bezirksliga aufgeschoben. Zwei Punkte liegt Maierhöfen vor Isny. Zu wenig, um vorzeitig am Trunk der Champions nippen zu dürfen. Wenn der Tabellenführer am kommenden Samstag den SV Amtzell empfängt, sollten aber auf jeden Fall einige Flaschen des Edeltropfens – oder eben eines Supermarkt-Substituts – bereitstehen. Die letzten sieben Spiele hat Maierhöfen nämlich allesamt gewonnen. Eine Serie zum Korkenknallen!

Auf eine fette Klassenerhalts-Sause hoffen der SC Unterzeil-Reichenhofen (33 Punkte), die SG Argental (31), der TSV Eschach (30) und der VfL Brochenzell (30). Alle bangen jedoch noch um den Ligaverbleib. Partystimmung kommt daher noch nicht auf. Zwei Clubs retten sich direkt, einer erhält in der Relegation ebenfalls noch eine Chance und für den vierten Verein heißt es: Kein Champagner, sondern Wurstwasser!

Quelle: www.schwaebische.de

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