Ravensburg II zieht in die Relegation ein

Der FV gewinnt in der Fußball-Landesliga in Weingarten und profitiert von der Niederlage des SV Oberzell

Der FV Ravensburg II hat es doch noch geschafft, am SV Oberzell vorbei auf den Aufstiegsrelegationsplatz zu klettern. (Foto: Christian Metz)

Weingarten chm | Der FV Ravensburg II hat das Derby in der Fußball-Landesliga beim SV Weingarten mit 4:0 gewonnen. Damit haben die Ravensburger den SV Oberzell von Platz zwei verdrängt und ziehen in die Relegation zur Verbandsliga ein.

Ein paar Umarmungen, Händeschütteln, Schulterklopfen, eine Eisdusche für Trainer Matthias Thuro – richtige Euphorie sieht anders aus. Dabei hatte der FV II gerade das Derby beim SV Weingarten gewonnen und den SV Oberzell auf den letzten Drücker im Kampf um Platz zwei noch abgefangen. Dass sich Spieler und Verantwortliche des FV am Samstag zurückhielten, hat einen Grund: Platz zwei – das bedeutet, dass die Saison noch nicht vorbei ist. Am Mittwoch geht es in die Relegation. „Wir freuen uns total darauf“, sagt Thuro.

Peter Mörth, der Sportliche Leiter der Ravensburger („Der ganze Verein ist stolz auf die Jungs“), nimmt jeden Aufstiegsdruck von der Mannschaft: „Der Erfolg der U23 ist für uns eine weitere Bestätigung für das Konzept, auf eigene junge Spieler zu setzen.“ Aber auch Mörth weiß: „Die U23 in der Verbandsliga wäre natürlich ein noch besserer Unterbau für das Oberliga-Team.“ Dessen Trainer Wolfram Eitel ließ sich den Auftritt des eigenen Nachwuchses in Weingarten nicht entgehen. Drei Spieler aus dem Oberligakader konnte er beobachten: Sebastian Mähr in der Innenverteidigung, Nicolas Jann rechts im Mittelfeld und Maschkour Gbadamassi im zentralen Mittelfeld.

Als „Masche“ in der 63. Minute Samuel Zimmerer ersetzte, war die Partie beim Stand von 3:0 für die Ravensburger allerdings schon gelaufen – auf einen Zuckerpass von Lukas Schuster setzte Gbadamassi aber mit dem 4:0 noch den Schlusspunkt. Mit einer Torvorbereitung von Schuster hatte die Partie auch begonnen. Der 22-Jährige, der den FV verlässt, lupfte in der 6. Minute auf seinen Sturmpartner Axel Maucher – 1:0.

Weingarten hat kaum Chancen

Dieses Tor war ein Fingerzeig für den Rest der Partie: Ein voll motivierter FV II war über 90 Minuten hinweg tonangebend, bei Weingarten fehlten ein paar Prozent – insbesondere was konsequentes Abwehrverhalten anbelangt. Angeführt von einem in seiner Abgeklärtheit überragenden Sebastian Mähr brannte beim FV hinten praktisch nichts an. Thuro hatte nachher auch ein ausdrückliches Lob für seine Außenverteidiger Patrick Abt und Christian Halder parat: „Martin Bleile und Deepan Theivendrarajah, die gefährlichsten Spieler bei Weingarten, sind gar nicht zum Zug gekommen.“

Ravensburg II erspielte sich dagegen eine Reihe guter Möglichkeiten – allein Maucher hätte vier Tore machen können. In der 44. Minute war es Mähr, der die Weichen endgültig auf Sieg stellte. Wieder waren sich die Weingartener beim Verteidigen nicht ganz einig, der lange Verteidiger köpfte den Ball über Heiko Holzbaur im SVW-Tor hinweg.

Dass beim SVW die Aufmerksamkeit eher beim Abschlussfest und beim Verabschieden von zentralen Spielern wie Kai Zoyke, den beiden Kapitänen Robert Heil und Manuel Gnann sowie von Trainer Michael Steinmaßl lag, wurde spätestens beim dritten Tor des FV in der 60. Minute klar: Jonas Klawitter hatte keine Mühe, SVW-Innenverteidiger Erkan Kale vor seinem Treffer den Ball vom Fuß zu klauen. Steinmaßl: „Mehr war heute nicht drin.“

Der FV II spielte die Partie souverän zu Ende, die Aufmerksamkeit lag aber jetzt woanders. Nicht nur Innenverteidiger Niklas Klawitter, der aufgrund einer Verletzung in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung steht, hing am Handy. Die Kunde vom 3:1 der Balinger in Oberzell machte schnell die Runde. Nun müssen die Ravensburger am Mittwoch um 18 Uhr in Eislingen in der ersten Runde gegen den TSV Weilheim, Zweiter der Landesliga II, ran.

SV Weingarten – FV Ravensburg II 0:4 (0:2) – Tore: 0:1 Maucher (6.), 0:2 Mähr (44.), 0:3 J. Klawitter (60.), 0:4 Gbadamassi (67.) – SR: Lehmann (Seitingen-Oberflacht) – Z: 200 – SVW: Holzbaur – Gnann, Kale, Schmid, Delimar – Theivendrarajah, Jelonek, Heil (83. D’Ercole), Bleile – Zoyke (51. Peli), Flaiz – FV: Hinkel – Halder, Mähr, Reischmann, Abt – Mörth, Zimmerer (63. Gbadamassi), J. Klawitter (73. Ambs), Jann – Schuster (68. Fiesel), Maucher.

Quelle: www.schwaebische.de

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