Saison 2014/15 | U-23

U-23 | Nur Zentimeter fehlen zum Glück

Enttäuschung pur: Der frustrierte Patrick Abt nach dem 4:6, im Hintergrund Torhüter Julian Hinkel. (Foto: Christian Metz)

Ravensburg chm | FV Ravensburg II gegen TSV Crailsheim, 4:6 nach Verlängerung – es war ein denkwürdiges Relegationsspiel an diesem Sonntagnachmittag des 14. Juni 2015, das Spielern, Verantwortlichen und Zuschauern noch lange in Erinnerungen bleiben wird.

Schlimm endete die Partie für Crailsheims Eberhard Ilg – der 31-Jährige liegt im Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg. „Wir gehen weiter von einem Schien- und Wadenbeinbruch aus“, sagt Trainer Oliver Schwerin, der seinen Spieler am Montagmittag telefonisch noch nicht erreicht hatte. „Wir wissen, dass er bereits operiert ist und die OP gut verlaufen ist.“ Besonders bitter: Ilg war bei Crailsheim nach zwei Jahren ohne Fußball eigentlich erst zur kommenden Saison als Neuzugang eingeplant – er hatte sich erst kurzfristig bereit erklärt, schon die Relegation zu spielen.

„Wir vom FV Ravensburg wünschen ihm alles Gute und eine möglichst schnelle, vollständige und gute Genesung“, sagt Matthias Thuro, Trainer der U23 der Ravensburger. Neben dem Schock über die Verletzung und der Enttäuschung über das Ausscheiden setzt sich bei Thuro nach seinem letzten Spiel als Coach des FV II so langsam aber auch die Freude über das Erreichte durch: „Wir können stolz sein, das war ein ganz besonderes Erlebnis – die Relegation war in Sachen Erfahrung für die Spieler so viel Wert wie ein Jahr Liga.“ Unterm Strich bleibt: „Noch nie war eine U 23 des FV Ravensburg so erfolgreich wie in dieser Saison.“

Thuros auffälligster Spieler in der Partie gegen Crailsheim war Maschkour Gbadamassi: „Masche’s körperliche Präsenz war für das Ravensburger Spiel unersetzlich – und er war es, der in der 8. Minute der Nachspielzeit noch das 4:4 erzielte und sein Team so im Spiel hielt. „Das zeigt seinen unglaublichen Willen“, sagt Matthias Thuro. „Ich freue mich darauf, ihn in der kommenden Saison in der Oberliga zu sehen.“ Gbadamassi selbst erlebte eine Berg- und Talfahrt der Gefühle: Erst eine schwache erste Halbzeit seines Teams, dann die Hoffnung durch Nicolas Janns Anschlusstreffer, die jedoch sofort wieder durch das 1:3 zunichte gemacht wurde. Eine Viertelstunde vor Ende der regulären Spielzeit der Zweikampf mit Eberhard Ilg, der zu dessen Verletzung führte: „Das tut mir unendlich leid. Natürlich war das keine Absicht. Ich hoffe sehr, dass der Heilungsprozess gut verläuft.“

Der FV schaffte den Ausgleich, dann der erneute Rückstand in der Nachspielzeit - und schließlich Gbadamassis 4:4 in allerletzter Sekunde: „Ein Wahnsinnsgefühl, auch wenn es am Ende nichts gebracht hat.“ Denn bei einem Einwurf des Gegners schaltete die ganze Mannschaft in der 102. Minute nicht schnell genug und ermöglichte Pascal Hopf das vorentscheidende 5:4: „Das war ein Geschenk“, ärgerte sich „Masche“ nach dem Abpfiff. „Das darf uns einfach nicht passieren.“ Auch das 6:4 machte Pascal Hopf – die Breite auf der Crailsheimer Bank hat das Spiel mit entschieden. Zur Verlängerung den besten Torschützen einzuwechseln – diese Option hatte FV-Coach Matthias Thuro nicht.

Trotzdem hätte es um ein Haar zum Sieg und zum Einzug in die letzte Runde der Relegation gereicht. Vielleicht zehn Zentimeter waren es, die den Ravensburgern zum Glück fehlten: Jonas Klawitter, in der ersten Runde der Relegation gegen Weilheim noch der Matchwinner, scheiterte in der zweiten Minute der Verlängerung beim Stand von 4:4 am Pfosten. Eine typische Klawitter-Aktion: Ballannahme mit dem Rücken zum Tor, im Eins-gegen-Eins durchgesetzt, ein Abschluss mit viel Wucht – aber eben nicht ins Tor: „Der Ball ist mir ganz leicht über den Schlappen gerutscht“, meinte der Stürmer völlig ausgepumpt nach weit über 120 nervenaufreibenden Spielminuten. „Schade, dass wir das Spiel gegen Laupheim nicht mehr bekommen – aber wir greifen ganz sicher nächstes Jahr wieder an.“

Quelle: www.schwaebische.de

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U-23 | FV II verliert verrücktes Relegationsspiel

Ravensburger U 23 muss sich dem TSV Crailsheim mit 4:6 n.V. geschlagen geben – TSV-Spieler wird schwer verletzt

Die endgültige Entscheidung in einem verrückten Fußballspiel: Crailsheims Pascal Hopf (hinten) macht das 6:4 gegen den FV Ravensburg II (Patrick Abt). (Foto: Christian Metz)

Ravensburg sz | In einem spektakulären Relegationsspiel unterlag der FV Ravensburg II am Sonntagnachmittag in Aulendorf dem TSV Crailsheim nach großem Kampf mit 4:6 nach Verlängerung. Die Mannschaft von Matthias Thuro muss den Traum vom Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga damit begraben. Überschattet wurde die Partie von der schweren Verletzung von Crailsheims Eberhard Ilg, die den TSV zwischenzeitig völlig aus dem Tritt brachte.

Die Ravensburger waren zu Beginn der Partie bemüht, den Gegner früh unter Druck zu setzen, hatten aber enorme Probleme auf der linken Abwehrseite: Dort bekam Christian Halder den agilen Mert Sipahi in der gesamten ersten Halbzeit nicht in den Griff. Spätestens nach Sipahis 1:0 per trockenem Schuss ins lange Eck aus halbrechter Position hatten die Crailsheimer die Partie unter Kontrolle. Die Ravensburger hatten erst in der 25. Minute die erste Chance, als Maschkour Gbadamassi auf Jonas Klawitter zurücklegte, der aber nur einen schwachen Schuss zustande brachte.

Meßner stellt auf 2:0

Stattdessen in der 29. Minute eine Flanke der Crailsheimer von rechts in die Mitte, wo Tim Meßner mit einem Kopfballheber Julian Hinkel im Ravensburger Tor überwand. Der FV brachte seine individuelle Qualität im Sturm lange nicht zur Wirkung, erst in der Schlussphase von Halbzeit eins kamen zweimal gute Zuspiele über die Außen – vorher hatten Sipahi und Daniele Hüttl allerdings noch die großen Möglichkeiten, schon frühzeitig alles für den TSV klar zu machen.

Nach der Halbzeit stellte FV-Trainer Matthias Thuro seine Defensive um – Patrick Abt beackerte nun die linke Seite in der Viererkette. Ein Standard brachte die Ravensburger in der 58. Minute heran: Gegen den Kopfball von Nicolas Jann nach einem Eckball von Lukas Schuster hatte Thomas Weiss im Crailsheimer Tor keine Chance.

Der TSV schlug aber sofort zurück: Nach einem Foul des eingewechselten Gabriel Ambs an Sipahi zeigte Schiedsrichter Leyhr in der 60. Minute auf den Elfmeterpunkt - Andrey Nagumanov ließ sich diese Chance nicht nehmen. Der FV hielt dagegen: Nach Zuspiel von Klawitter verpasste Schuster volley in der 62. Minute nur knapp das Tor.

Das Spiel kippte aber erst eine Viertelstunde vor Schluss: Nach einem Zweikampf mit Gbadamassi blieb Crailsheims Eberhard Ilg liegen – die Mitspieler riefen sofort nach den Sanitätern. „Schien- und Wadenbeinbruch“, vermutete TSV-Trainer Oliver Schwerin - das Rote Kreuz war sofort mit einem Krankenwagen zur Stelle. Schwerins Spieler gerieten durch die schwere Verletzung ihres Mannschaftskameraden völlig aus dem Tritt. In diese Phase hinein gelang den Ravensburgern durch ein 40-Meter-Solo von Axel Maucher und eine tolle Aktion von Nicolas Jann per Doppelschlag der Ausgleich. Schiedsrichter Leyhr ließ aufgrund der Verletzungspause acht Minuten nachspielen – nach Nagumanovs tollem Distanzschuss zum 4:3 in der 94. Minute sah Crailsheim eigentlich schon wie der sichere Sieger aus, aber mit der allerletzten Aktion gelang Gbadamassi aus dem Getümmel heraus noch einmal der Ausgleich. In der zweiten Minute der Verlängerung die große Chance für den FV II – aber Jonas Klawitters Schuss klatschte nur an den Pfosten. Auf der anderen Seite erwischte der eingewechselte Crailsheimer Torjäger Pascal Hopf die Ravensburger in der 102. Minute im Tiefschlaf und überwand Julian Hinkel zum 5:4. Ein viertes Mal kam die U 23 des FV Ravensburg nicht mehr zurück – im Gegenteil: Per Konter setzten die Crailsheimer, nach Gelb-rot gegen ihren Innenverteidiger Sebastian König nur noch zu zehnt, durch Hopf den Schlusspunkt.

„Die Mannschaft hat wieder viel Herz gezeigt“, lobte Matthias Thuro sein Team nach dem Schlusspfiff – für den Coach war es beruflich bedingt die letzte Partie mit dem FV Ravensburg II. „Dieser Mannschaft gehört die Zukunft.“ „Wir alle standen nach der Verletzung von Eberhard Ilg komplett unter Schock“, meinte Crailsheims Coach Oliver Schwerin. „Bei dem Pfostenschuss zu Beginn der Verlängerung hätte dann alles vorbei sein können – aber unterm Strich haben wir uns diesen Sieg verdient.“

FV Ravensburg II – TSV Crailsheim 4:6 n.V. (0:2, 4:4, 4:5). Tore: 0:1 Mert Sipahi (17.), 0:2 Tim Messner (29.), 1:2 Nicolas Jann (58.), 1:3 Andrey Nagumanov (60. Foulelfmeter), 2:3 Axel Maucher (82.), 3:3 Jann (84.), 3:4 Nagumanov (90.+4), 4:4 Maschkour Gbadamassi (90.+8), 4:5 und 4:6 Pascal Hopf (102., 115.) – Besondere Vorkommnisse: Wegen einer schweren Verletzung von Crailsheims Eberhard Ilg muss die Partie in der 76. Minute für zehn Minuten unterbrochen werden, Gelb-rote Karte für Crailsheims Sebastian König (107.) – Schiedsrichter: Leyhr (Münsingen) – Zuschauer: 600. FV II: Hinkel – Halder (46. Ambs), Fiesel, Reischmann, Abt – Schuster (110. Kocheise), Zimmerer (103. Mörth), Gbadamassi, Jann – Jonas Klawitter, Maucher.

Quelle: www.schwaebische.de

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U-23 | Augenmerk auf Außenstürmer

FV Ravensburg II spielt morgen zweites Relegationsspiel. Bei einem Sieg liegt Verbandsliga in greifbarer Nähe.

Fußball, Relegation zur Verbandsliga: FV Ravensburg II – TSV Crailsheim (Sonntag, 15 Uhr, in Aulendorf). – (phd) | Man stelle sich Folgendes vor: Der SV Weingarten, der FV Rot-Weiß Weiler, der SV Oberzell oder der FV Biberach, der FC Wangen und der VfB Friedrichshafen, ja womöglich gar Olympia Laupheim spielen in der kommenden Saison in der Fußball-Landesliga. Der FV Ravensburg II hingegen tritt in der Verbandsliga an. So skurril das klingen mag, es ist alles andere als unmöglich. Nur noch zwei Siege trennen die Mannschaft von Matthias Thuro nur noch vom Aufstieg, nachdem das erste Relegationsspiel am Mittwoch gegen den TSV Weilheim gewonnen worden war.

Der Sieger der heutigen Begegnung trifft im Endspiel um die Verbandsliga-Zugehörigkeit auf den 13. der abgelaufenen Saison, den FV Olympia Laupheim. Welchen Stellenwert ein möglicher Aufstieg für den FV Ravensburg, aber auch für den scheidenden Trainer Matthias Thuro hätte, verdeutlicht die Tatsache, dass sich der Coach am Freitag einen Tag Urlaub nahm, um sich auf den kommenden Gegner vorzubereiten. „Ich habe jetzt erste Informationen aus dem Spiel gegen Pfullingen“, sagte Thuro am gestrigen Morgen. Crailsheim hatte seine erste Partie jedoch auch mit einem 2:0 gewonnen.

„Ihre Stärken liegen ganz klar auf den Außenbahnen“, schildert der Trainer erste Erkenntnisse über den Tabellenzweiten der Landesliga, Staffel eins. Die Außenstürmer seien extrem gefährlich, wobei die taktische Ausrichtung noch offen ist. Während der Runde habe Crailsheim meistens mit Dreierkette, zuletzt, auch beim Erfolg in Pfullingen, mit Viererkette gespielt. Beim FV Ravensburg wird sich am Kader nichts verändern. Lediglich „ein paar kleinere Blessuren“, hätten seine Akteure aus dem ersten Spiel um den Aufstieg davon getragen, sagt Thuro.

Mit dem gefährlichen Angriffsduo Jonas Klawitter/Axel Maucher, das am Mittwoch drei der vier Treffer erzielte, stehen die Chancen auch am Sonntag nicht schlecht. Nicolas Jann und Maschkour Gbadamassi werden die U 23 wieder verstärken. Im einzigen Training zwischen den beiden Partien am gestrigen Abend galt der erste Teil der Regeneration, ehe Thuro „ein, zwei Aspekte für Sonntag“ ansprechen und einstudieren wollte.

Im Gegensatz zum 4:2-Sieg gegen Weilheim müsse seine Truppe etwas ruhiger ins Match gehen. „Die Nervosität aus den ersten 20 Minuten dürfen wir dieses Mal nicht zeigen“, fordert Thuro, der jedoch Verständnis für die Emotionslage seiner jungen Mannschaft hat. „Es war für alle das erste Relegationsspiel“, weshalb ihm diese Problematik für Sonntag kein Kopfzerbrechen bereitet. In den beiden Situationen, die zu den Gegentreffern durch Strafstöße führten, machte der Coach ein „übermotiviertes Handeln“ aus. Die richtige Mischung wird morgen gefordert sein. Dann wäre die Verbandsliga für den FV Ravensburg II in greifbarer Nähe.

Quelle: www.suedkurier.de

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U-23 | will nächsten Schritt machen

U 23 des FV trifft in der 2. Runde der Aufstiegsrelegation zur Verbandsliga auf Crailsheim (So, 15 Uhr, Aulendorf)

Maschkour Gbadamassi (links gegen Weilheims Steffen Kuch) und der FV Ravensburg können beim Relegationsspiel gegen Craislheim den nächsten Schritt in Richtung Verbandsliga machen. (Foto: Christian Metz)

Ravensburg / sz - Relegation, die Zweite: Nach dem überzeugenden Auftritt beim 4:2-Sieg gegen den TSV Weilheim hat der FV Ravensburg II am Sonntag die Chance, dem Traum vom Verbandsligaaufstieg gegen den TSV Crailsheim wieder einen Schritt näher zu kommen. Gespielt wird bei der SG Aulendorf, Anpfiff ist um 15 Uhr.

Vier Tore - die U23 des FV Ravensburg ist mit einem Ausrufezeichen gegen Weilheim in die Relegation gestartet. Die Bilanz von Trainer Matthias Thuro: "Wir waren spielerisch besser, torgefährlicher - und wir hatten an diesem Tag mehr Willen als der Gegner." Keiner stand mehr für diesen Willen als Doppeltorschütze Jonas Klawitter: "Er war extrem fokussiert auf diese Partie." Die Anspannung löste sich erst nach dem Schlusspfiff - und beim unbändigen Torjubel.

Pure Emotion

Die ganze Mannschaft wollte diesen Sieg und ließ sich dabei auch von den beiden völlig unnötigen Elfmeter-Gegentoren nicht irritieren. "Jeder hat sich voll reingeworfen", meint Matthias Thuro. "Das war pure Emotion - und genau das brauchen wir in diesen Spielen." Außer den nervositätsbedingten Fehlern und Problemen im Spielaufbau vor allem in der Anfangsphase war keine echte Schwäche zu erkennen. Auch die Viererkette, die in der Formation Halder-Fiesel-Reischmann-Abt noch gar nie zusammengespielt hatte, stand gut - das Fehlen eines Ketten-Häuptlings machte die Defensive im Kollektiv wett. Dass der bullige Kai Hörsting, neben dem langzeitverletzten Michele Latte Weilheims bester Torschütze, nach ein paar Szenen in den ersten Minuten völlig abtauchte und schließlich ausgewechselt wurde - ein Verdienst der zweikampfstarken Ravensburger Innenverteidigung.

Kein echter Grund also, für die zweite Runde der Relegation gegen den TSV Crailsheim etwas an der Startformation zu ändern - auch wenn der Coach sich naturgemäß bedeckt hält: "Wir denken noch."

Der TSV Crailsheim, Zweiter der Landesliga Staffel I, hat zeitgleich mit dem Ravensburger Sieg gegen Weilheim mit 2:0 den VfL Pfullingen aus der Staffel III besiegt. Eine insbesondere in Halbzeit eins offene Partie, die Crailsheim durch die bessere Effektivität gewann - Pfullingen traf zweimal den Pfosten. Davor hatten die Crailsheimer ein furioses Saisonfinale hingelegt: Acht Siege in Serie, bevor im letzten Saisonspiel gegen Aufsteiger FC Viktoria Backnang am Ende eine 2:3-Niederlage stand - Crailsheim hatte zu diesem Zeitpunkt Platz zwei hinter Meister TSV Ilshofen allerdings längst sicher.

Neustart in der Bezirksliga

Die Crailsheimer haben die Chance auf den Durchmarsch in die Verbandsliga - im Vorjahr waren sie Bezirksliga-Meister. Noch vor fünf Jahren spielte der TSV in der Oberliga. Nach dem Abstieg im Jahr 2010 machte der Verein in der Bezirksliga einen Neustart, um finanziell zu gesunden. "Die Crailsheimer haben eine junge Mannschaft, die vom Kollektiv lebt", fasst Matthias Thuro seine Erkenntnisse über den Gegner zusammen. Zum zweiten Mal in Folge hat Trainer Oliver Schwerin erfolgreich zehn Neuzugänge der Marke "jung, talentiert und hungrig" in sein Team integriert. Die Mannschaft hat in Pascal Hopf ihren besten Torschützen - Hopf traf 19 Mal in der abgelaufenen Saison.

Quelle: www.schwaebische.de

 
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U-23 | Ravensburg II marschiert Richtung Verbandsliga

FV gewinnt Relegationsspiel mit 4:2 gegen Weilheim – Nächster Gegner ist Craislheim (So, 15 Uhr, in Aulendorf)

Doppeltorschütze Jonas Klawitter und der FV Ravensburg II dürfen nach dem 4:2-Sieg gegen den TSV Weilheim weiter vom Aufstieg in die Verbandsliga träumen. (Foto: Christian Metz)

Ravensburg sz Der FV Ravensburg II hat einen weiteren Schritt in Richtung Fußball-Verbandsliga gemacht. Am Mittwochabend besiegte die Mannschaft von Matthias Thuro in Eislingen den Vizemeister der Landesliga/Staffel 2, TSV Weilheim, verdient mit 4:2 und zieht damit in die zweite Runde der Relegation ein. Die Ravensburger treffen dabei am Sonntag um 15 Uhr in Aulendorf auf den TSV Crailsheim, der den VfL Pfullingen mit 2:0 besiegte.

Die Nervosität war dem jungen Ravensburger Team vom Anpfiff weg anzumerken. Abspielfehler, Luftlöcher, Abstimmungsfehler – eine ungewohnt hohe Fehlerquote gipfelte im 0:1: Torwart Julian Hinkel legte in der 20. Minute Weilheims Stürmer André Kriks am Fünfmeterraum – Routinier Ferdi Er verwandelte souverän vom Elfmeterpunkt.

Ansonsten war von der Weilheimer Routine – der TSV hat einige Oberliga-erfahrene Spieler in seinen Reihen – aber nichts zu sehen. Insbesondere die Innenverteidigung agierte bisweilen konfus – das Ravensburger Stürmer-Duo Axel Maucher/Jonas Klawitter bekam die Weilheimer Defensive nie in den Griff.

Die Ravensburger ließen sich von dem Rückstand nicht entmutigen – auch nicht davon, dass der Spielaufbau über schnelles Querpassspiel hinten und dann lange Diagonalbälle nach vorne gegen einen ab zehn Meter vor der Mittellinie attackierenden Gegner kaum klappte. Die Offensive hatte dadurch zu Beginn der Partie nur wenige Aktionen, wurde aber mit fortlaufender Spieldauer immer gefährlicher. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit konnte der FV den Druck erhöhen – und näherte sich mit direkten Freistößen immer mehr dem Ausgleich an. Den ersten schoss Lukas Schuster noch in die Wolken, den zweiten setzte Jonas Klawitter an den Pfosten – aber beim dritten ließ Klawitter, Ravensburgs Bester an diesem Tag, Weilheims Torhüter Philipp Uttikal mit einem platzierten Schuss keine Chance.

Direkt nach der Pause zeigten die Ravensburger zum ersten Mal ihre große spielerische Qualität – im Zusammenspiel der beiden „Zugänge“ aus dem Oberliga-Team: Der unermüdlich rackernde Nicolas Jann im Doppelpass mit Maschkour Gbadamassi – ein platzierter Abschluss, und der FV lag in der 48. Minute zum ersten Mal in Führung. Die hielt aber nicht lang. In der 51. Minute attackierte Außenverteidiger Christian Halder Weilheims André Kriks viel zu ungestüm – wieder pfiff Schiedsrichter Hieber einen berechtigten Elfmeter, wieder ließ Ferdi Er Julian Hinkel im Ravensburger Tor keine Chance.

Der FV Ravensburg II überstand eine starke Phase des Gegners und zwei Torchancen von Kriks und Lennart Zaglauer unbeschadet – und kam umso stärker zurück: Erst köpft Maschkour Gbadamassi nach einem schnell ausgeführten Freistoß knapp vorbei – in der 60. bedient „Masche“ nach einem schweren Abspielfehler von Weilheim Jonas Klawitter, und der trifft mit einem trockenen Schuss zum 3:2. In der 62. Minute klärt Hinkel gegen den völlig frei stehenden Zaglauer – und in der 68. Minute macht Ravensburgs Toptorjäger Axel Maucher mit dem 4:2 alles klar. Erneut sah die TSV-Defensive alles andere als gut aus.

Der TSV Weilheim warf in der Schlussphase alles nach vorne, konnte sich aber kaum Chancen erarbeiten. Auf der anderen Seite traf Maucher per Freistoß noch einmal den Pfosten und der eingewechselte Veaceslav Groban hatte in der Nachspielzeit nach einem Eckball das 5:2 auf dem Fuß, schoss aber knapp drüber.

Saison mit Aufstieg krönen

„Gegen starke Gegner sind die Jungs im entscheidenden Moment da“, freute sich Ravensburgs Trainer Matthias Thuro. „Wir wollen diese Saison mit dem Aufstieg krönen.“ Weilheims Trainer Alexander Hübbe haderte mit seiner Defensive: „Die Innenverteidigung hatte keinen guten Tag – Ravensburg hat verdient gewonnen.“

FV Ravensburg II – TSV Weilheim 4:2 (1:1) – Tore: 0:1 Ferdi Er (20. Foulelfmeter), 1:1 Jonas Klawitter (37.), 2:1 Nicolas Jann (48.), 2:2 Er (51. Foulelfmeter), 3:2 Klawitter (60.), 4:2 Axel Maucher (68.) – Schiedsrichter: Hieber (Ellwangen) – Zuschauer: 500. FV Ravensburg II: Hinkel – Halder, Reischmann, Fiesel (90. Ambs), Abt – Schuster (85. Gorban), Zimmerer, Gbadamassi, Jann – Maucher (83. Mörth), Jonas Klawitter.

Quelle: www.schwaebische.de

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Jugend trifft Erfahrung

Der FV Ravensburg II spielt in der ersten Relegationsrunde zur Fußball-Verbandsliga gegen Weilheim

Vor dem großen Schritt in die Verbandsliga: Marc Reischmann (vorne gegen Ringschnaits Florian Uetz) trifft mit dem FV Ravensburg II in der ersten Relegationsrunde zur Verbandsliga auf Weilheim. (Foto: Christian Metz)

Ravensburg chm | Jetzt gilt’s für die U-23-Fußballer des FV Ravensburg: In Runde eins der Relegation zur Verbandsliga treffen Trainer Matthias Thuro und sein Team am Mittwoch um 18 Uhr beim 1. FC Eislingen auf den TSV Weilheim, Zweiter der Landesliga-Staffel II.

Hungrige Jugend gegen große Routine – auf diese einfache Formel lässt sich das Relegationsduell zwischen dem FV II und dem TSV Weilheim bringen. Auf der einen Seite die Ravensburger, bei denen bis auf den 25-jährigen Jonas Klawitter alle Spieler im Kader 23 Jahre und jünger sein werden. Auf der anderen Seite die Weilheimer, bei denen eine starke Ü-30-Fraktion vertreten ist.

Jede Menge höherklassige Erfahrung steckt im Team des TSV: Oldie Markus Gabriel (38 Jahre) hat sogar Regionalliga-Vergangenheit – bei Spielern wie Gabriel, Christopher Eisenhardt, Emrah Polat, Ferdi Er und Andre Kriks kommen mehrere Hundert Oberliga-Spiele zusammen. In Weilheim war es wie so oft im Fußball: Ein Sponsor machte es möglich, Spieler mit großer Qualität zu verpflichten. Viele kommen direkt oder über eine Zwischenstation aus der „Konkursmasse“ des wenige Kilometer entfernten VfL Kirchheim nach dessen Absturz aus der Oberliga bis in die Bezirksliga in den Jahren 2011 und 2012.

In den vergangenen beiden Jahren waren die Weilheimer, die 2009 in die Bezirksliga und 2010 in die Landesliga aufgestiegen sind, jeweils Dritter. In der aktuellen Saison war die Mannschaft stets vorne dabei, schloss die Hinrunde mit 36 Punkten als Erster ab und war lange Zeit Meisterschaftskandidat Nummer eins. Abgänge in der Winterpause sowie Verletzungspech – besonders der Ausfall von Michele Latte, Kapitän und bester Torschütze, wog schwer – warfen die Mannschaft zurück. Zwischen Mitte April und Mitte Mai holte der TSV nur vier Punkte aus sechs Spielen. Durch zwei 2:1-Siege am Ende rettete Weilheim den Relegationsplatz vor Bonlanden.

Von der Qualität des Gegners konnte sich Ravensburgs Trainer zwar nicht vor Ort überzeugen – der FV hatte auch keine Späher bei den letzten Spielen der Weilheimer. Also investierte Thuro am Sonntag mehrere Stunden auf Youtube in ein intensives Studium des TSV und besorgte sich zudem über andere Kanäle Informationen. Alle Erkenntnisse gibt der Coach nicht preis: „Eine ausgewogene, robuste Mannschaft – wir müssen insbesondere versuchen, Standards zu vermeiden.“

Saisonende war schon geplant

Für Thuro ist das Erreichen der Relegation zur Verbandsliga der größte Erfolg seiner noch jungen Trainerkarriere – dasselbe gilt für seine Spieler. Alle zusammen hatten sie für den vergangenen Samstag die Saisonabschlussfeier geplant – mit dem Einzug in die Relegation hatte niemand mehr gerechnet. Jetzt ist die Euphorie umso größer. „Es ist noch längst nicht vorbei“, sagt Thuro. „Wir können noch viel mehr erreichen.“ Zum Beispiel einen tollen Abschluss für Lukas Schusters Zeit in Ravensburg. Als Stürmer glänzte er zuletzt mit Toren und gegen Weingarten mit zwei Vorlagen. „Er ist wieder dran an seiner Ravensburger Bestform“, freut sich der Trainer darüber, dass es Alternativen zu seinem überragenden Goalgetter-Duo Jonas Klawitter/Axel Maucher gibt.

Auf Sebastian Mähr werden die Ravensburger verzichten müssen – der Innenverteidiger aus dem Oberligateam muss aufgrund der Regel passen, dass in der Relegation nur spielberechtigt ist, wer die letzten vier Saisonspiele nicht weiter oben angetreten ist. Auf dem Feld fehlen wird aufgrund seiner Verletzung Niklas Klawitter – der Verteidiger war dafür umso intensiver in die Vorbereitung der Taktik involviert. Auch Tunc Albayrak, Mihail Markolin und Raimond Hehle fallen aus – dafür werden Nicolas Jann und Maschkour Gbadamassi im Kader stehen.

Quelle: www.schwaebische.de

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Eine Relegation mit vielen Fragezeichen

Das Rechnen für Niklas Klawitter und Trainer Matthias Thuro vom FV Ravensburg II geht weiter. Die Relegation hat ihre Tücken. (Foto: Christian Metz)

Ravensburg tk | In der gerade beendeten Saison gibt es aus der Fußball-Oberliga keinen Absteiger in die Verbandsliga Württemberg. Das bedeutet, dass es in der Relegation zu verschiedenen Szenarien kommen kann. Die „Schwäbische Zeitung“ gibt im Folgenden einen Überblick über mögliche Folgen der Relegationsspiele.

Was passiert, wenn der 1. Göppinger SV in die Oberliga aufsteigt?

Als Zweiter der Verbandsliga Württemberg kämpft der 1. Göppinger SV um den Aufstieg in die Oberliga. In der Relegation trifft Göppingen auf den 1. CfR Pforzheim. Das Hinspiel in Göppingen ist am Sonntag, 14. Juni, um 15 Uhr, das Rückspiel in Pforzheim am Sonntag, 21. Juni, um 15 Uhr. Sollte sich Göppingen durchsetzen, dann hätte das Auswirkungen auf die Relegation zur Verbandsliga. Dort trifft der FV Olympia Laupheim im Finale auf den Sieger der Landesliga-Staffeln. Bei einem Aufstieg von Göppingen würden beide Relegationsfinalisten in der kommenden Saison in der Verbandsliga spielen.

Muss das Spiel der Laupheimer in diesem Fall überhaupt ausgetragen werden?

„Ja“, sagt der Landesliga-Staffelleiter Andreas Schele. Sowohl das Rückspiel zur Oberliga als auch das Finale zur Verbandsliga werden am Sonntag, 21. Juni, ausgetragen. Beide Partien werden wohl zeitgleich angepfiffen. „Unter Umständen wird das Spiel Laupheim II nach vorne verlegt“, so Schele. Denn die zweite Mannschaft der Laupheimer spielt ebenfalls am Sonntag gegen den besten Bezirksligavertreter.

Was passiert, wenn der FV Olympia Laupheim absteigen muss? Was ist dann mit dem FV Olympia Laupheim II, der in der Relegation zur Landesliga auf den besten Bezirksligavertreter trifft?

Jetzt wird es etwas kompliziert. Fall 1: Laupheim verliert das Relegationsfinale gegen den FV Ravensburg II. Ravensburg steigt auf, Laupheim I steigt ab und Laupheim II muss – unabhängig vom eigenen Spiel – in die Bezirksliga absteigen. Zwei Mannschaften eines Vereins dürfen nicht in der gleichen Liga spielen. Sollte Laupheim II in diesem Fall seine Partie gegen den Bezirksligisten gewinnen, würde die Landesliga-Staffel IV in der kommenden Saison mit 16 Teams starten. Sollte Laupheim II verlieren, dann wären es 17 Mannschaften. Fall 2: Ravensburg II verliert im Laufe der Relegation, Laupheim I verliert das Relegationsfinale gegen einen der anderen Landesligisten. Dann würde Ravensburg II in der Landesliga bleiben, Laupheim I in die Landesliga absteigen und die Staffel IV würde – abhängig vom Ausgang der Partie von Laupheim II – mit 17 (Laupheim II gewinnt, muss aber dennoch runter) oder 18 Mannschaften (der Bezirksligist gewinnt) an den Start gehen.

Was ist, wenn der FC Isny über die Relegation in die Landesliga aufsteigt?

Dann würden sowohl der TSV Eschach als auch dessen Relegationsgegner aus der Kreisliga A in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen. Das wiederum hätte auch Auswirkungen auf die Relegation zur Kreisliga A I. In diesem Fall würde auch dort sowohl der SV Weingarten II als auch dessen Finalgegner in der A I bleiben oder aufsteigen.

Wo spielt künftig der TSV Berg III, der aufgestiegen ist, aber dessen zweite Mannschaft schon in der Kreisliga A I spielt?

„Berg III wird mit ziemlicher Sicherheit in der A II spielen“, sagt Schele.

Quelle: www.schwaebische.de

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