Saison 2012/13 | 1. Mannschaft

FC Wangen gewinnt den Test gegen Ravensburg mit 3:0

Die Saison beginnt gut für den Fußball-Verbandsligisten FC Wangen.

Die Wangener Misel Saric (Mitte) und Christian Huonker (rechts) luchsen dem Ravensburger Lukas Schuster den Ball ab. (Foto: Derek Schuh)

Von Torsten Kern

Er besiegte am Donnerstagabend im ersten Testspiel den Oberliga-Aufsteiger FV Ravensburg mit 3:0 (1:0). Vor 200 Zuschauern im Allgäu-Stadion erzielten Christian Karrer (20. Minute) und Okan Huseyin (53.) jeweils mit satten Schüssen aus rund 20 Metern sowie Nicolas Jann (82.) die Treffer für die Hausherrn.

Bei beiden Mannschaften lief eher wenig rund, was kurz nach Trainingsauftakt und angesichts mehrerer Neuzugänge niemanden verwunderte. Beide Trainer wechselten nach der Pause ihre Teams munter durch.

Die Wangener verdienten sich den Sieg durch ihr besseres Offensivspiel.

Quelle: www.schwaebische.de

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FC Wangen spielt heute gegen den FV Ravensburg

WANGEN / sz Drei Tage nach dem Start in die Vorbereitung auf die neue Saison wartet auf die Verbandsliga-Fußballer des FC Wangen gleich ein äußerst interessanter Vergleich. Am Donnerstag, 11. Juli, gastiert Oberliga-Aufsteiger und Lokalrivale FV Ravensburg im Allgäu-Stadion. Anstoß ist um 19 Uhr. Für die Wangener Fußball-Fans eine erste Gelegenheit, bei einem kühlen Getränk und einer Feierabend-Wurst den neuen Kader des FC zu begutachten. 

Zwei weitere Tests stehen am kommenden Wochenende an: Am Samstag, 13. Juli, 17 Uhr, spielt das Team von Trainer Gerhard Schmitz in Michelwinnaden gegen eine Auswahl, die mit Spielern aus den Reihen des SC Michelwinnaden, des SV Haisterkirch und des SV Reute zusammengestellt wird. Tags darauf, am Sonntag, 14. Juli, 17 Uhr, kommt Viktoria Bregenz mit ihrem neuen Trainer Daniel Schmid ins Allgäu-Stadion.

Quelle: www.schwaebische.de

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Dringend Zimmer gesucht!

fvlogostartDer FV Ravensburg sucht dringend ein möbiliertes Zimmer mit Waschgelegenheit in Ravensburg für einen Spieler der 1. Mannschaft!

Bitte bei Peter Mörth unter der u.a. Nummer oder Mail melden!

Vielen Dank

Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mobil: 0171 621 0173

 

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Harun Toprak gibt dem FV Ravensburg seine Zusage

Gute Nachrichten beim Trainingsstart des Fußball-Oberligisten – Donnerstag ist ein Testspiel in Wangen

Von Thorsten Kern

Mit diesem Kader geht der FV Ravensburg in die Fußball-Oberligasaison 2013/14. Los geht es am 10. August beim FC Nöttingen. (Foto: Derek Schuh)

RAVENSBURG Es ist gerade einmal drei Wochen her, seit der FV Ravensburg in der Relegation den Aufstieg in die Fußball-Oberliga geschafft hat. Schon hat den FV der Alltag der Saisonvorbereitung wieder. Am Montagabend starteten die Ravensburger Fußballer um ihren neuen Cheftrainer Gerhard Rill ins Training. Mit dabei waren auch der neue Co-Trainer Marc Max sowie der Fitnesstrainer Jürgen Straub. „Es war nur eine kurze Pause, man hatte quasi keine Zeit zum Runterkommen“, sagt Rill. „Aber ich freue mich auf die Aufgabe.“

Donnerstag ist ein Test in Wangen

Die Zugänge Viktor Hasenkampf, Simon Wetzel und Rahman Soyudogru waren beim Trainingsauftakt im Ravensburger Ebra-Stadion bereits mit von der Partie. Ein Spieler fehlte zwar noch, wartete aber dennoch mit einer positiven Nachricht für den FV und seine Fans auf: Harun Toprak. Der Bruder des Leverkusener Profis Ömer Toprak gab Rill und dem Sportlichen Leiter des FV, Peter Mörth, mündlich seine Zusage für die kommende Oberligasaison. „Damit“, freute sich Mörth, „sind unsere Kaderplanungen eigentlich beendet.“ Eigentlich, denn „sollte uns ein Schnäppchen über den Weg laufen, würden wir uns das sicherlich anschauen und anhören“.

Neben Toprak fehlten am Montag noch Tobias Scheifler und Dominik Buss sowie der angeschlagene Jascha Fiesel (Schambeinentzündung). Am Donnerstag, beim Testspiel gegen den FC Wangen (Allgäustadion, Anpfiff 19 Uhr), sollen bis auf Fiesel alle mit von der Partie sein. „Über die Testspiele können sich alle für den Kader empfehlen“, sagt Rill. Denn der bisherige Co-Trainer, der das Amt von Marco Konrad übernommen hat, weiß: „Der Konkurrenzkampf ist viel größer als in der Rückrunde.“ Sprich: Es wird wohl öfter Härtefälle und unzufriedene Spieler geben, die gerne mehr Einsatzzeit hätten. „Wir haben einen großen Kader“, so Rill, „aber wir haben mit der Landesliga auch einen guten Unterbau.“ Genau in diesem sollen Akteure, die nicht in der Oberliga zum Einsatz kommen, laut Mörth Spielpraxis sammeln. „Dann werden wir auch mit der U23 eine gute Rolle spielen.“

In fünf Wochen, am Samstag, 10. August, beginnt um 18 Uhr für den FV der Ernst der Oberliga mit der Partie beim FC Nöttingen. Eine Woche später, am 17. August, empfängt der FV um 15.30 Uhr im Ebra-Stadion den FC Astoria Walldorf. „Das sind gleich zwei Favoriten“, sagt Rill über das schwere Auftaktprogramm. Bange ist dem Trainer jedoch nicht. „Wir sind eine gewachsene, eingespielte Mannschaft, der Aufstieg hat noch einmal zusammengeschweißt.“

Gäste spielen vor

Zwar verfügt kaum ein Spieler im FV-Team über Oberliga-Erfahrung. „Aber alle sind heiß und motiviert“, so Rill. „Jeder will sich in der neuen Liga beweisen.“ Beweisen wollen sich derzeit auch ein paar Testspieler, die zu Gast im FV-Training sind. Darunter ist unter anderem Arne Kittel, der zuletzt beim Regionalligisten SSV Ulm unter Vertrag stand, jedoch Verletzungspech hatte. „Er soll die Vorbereitung mitmachen“, sagt Mörth. „Dann sehen wir weiter.“ Die Nachricht von Harun Toprak hat dafür gesorgt, dass die FV-Verantwortlichen beim Thema Kaderplanung nicht unter Druck stehen.

Der Oberliga-Kader des FV Ravensburg
Trainer:

Gerhard Rill

Co-Trainer: 

Jürgen Straub, Marc Max

Torhüter:

Dominik Buss, Manuel Herrmann

Feldspieler:

Ralf Heimgartner, Jascha Fiesel, Sebastian Reiner, Moritz Fäßler, Johannes Joser, Sebastian Mähr, Manuel Litz, Niklas Klawitter, Thomas Zimmermann, Jona Boneberger, Christian Barth, Harun Toprak, Johannes Vees, Tobias Scheifler, Andreas Kalteis, Jonas Klawitter, Lukas Schuster, Daniel Di Leo

Zugänge:

Viktor Hasenkampf (SV Bad Buchau), Simon Wetzel (SV Amtzell), Rahman Soyudogru (FC Singen)

Abgänge:

Selim Altinsoy (FV Biberach), Marcel Riedeberger (Unbekannt)

Quelle: www.schwaebische.de

 

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Marco Konrad: „Ich traue der Mannschaft einen einstelligen Tabellenplatz in der Oberliga zu“

Der Ex-Fußballtrainer des FV Ravensburg will den Sommer über die Ruhe genießen – Angebote sind schon da

Marco Konrad hört mit dem Oberliga-Aufstieg, seinem größten Erfolg als Trainer, beim FV Ravensburg auf. (Foto: Derek Schuh)

RAVENSBURG / sz Drei Jahre lang hat Marco Konrad an der Seitenlinie des Fußball-Verbandsligisten FV Ravensburg gestanden. Mit dem Ende seiner Ravensburger Zeit hat der Fußballtrainer das lang ersehnte Vereinsziel, den Aufstieg in die Oberliga, geschafft. Der SZ-Redakteur Thorsten Kern hat sich mit dem 38-jährigen Marco Konrad über dessen Zukunft, die Zeit beim FV und die Oberliga unterhalten.

Herr Konrad, wie schön war es, mit dem Abschied vom FV das Ziel Aufstieg erreicht zu haben?

Konrad: Es war der krönende Abschluss über eine sehr schöne Zeit mit einer tollen ersten Saison und mit einer zweiten Saison, in der wir am meisten gelernt haben. In der dritten Saison konnten wir das Gelernte anwenden. Ich glaube, auch die Jungs hatten eine schöne Zeit. Wir freuen uns alle, dass wir für den Verein das große Ziel erreicht haben.

War es für Sie eine gewisse Erleichterung, den Aufstieg noch geschafft zu haben?

Natürlich ist eine Erleichterung da, vor allem, weil wir uns das Ziel langfristig gesteckt haben. Auch ich wollte es drei Jahre lang versuchen. Ich bin froh, dass ich dieses Projekt, den FV in die Oberliga zu bringen, abschließen konnte. Deswegen war der Aufstieg schon sehr wichtig.

Wenn wir auf die vergangene Saison blicken. Waren Spieler wie Harun Toprak und Tobias Scheifler die fehlenden Mosaiksteinchen?

Tobi war vor zwei Jahren ja auch schon da. Aber damals waren wir in einer anderen Situation. Es war eine unbekümmerte, junge Mannschaft, die drauflosgespielt hat. Dieses Jahr ist diese Unbekümmertheit ein bisschen der Routine und der Abgeklärtheit gewichen. Das haben bei einigen natürlich die drei Jahre im Seniorenbereich mit sich gebracht. Harun hat sicherlich gerade zum Schluss – als er die nötige körperliche Fitness hatte – einen großen Anteil am Aufstieg. Tobi war zum Schluss auch in einer sehr guten Position. Wobei man bei ihm mit Abstrichen sagen muss, dass vor allem in der Rückrunde noch Luft nach oben da war.

Wie wird sich der FV Ravensburg in der Oberliga schlagen?

Ich traue der Mannschaft einen einstelligen Tabellenplatz zu. Es muss natürlich alles passen. Die ersten fünf, sechs Mannschaften werden wohl erst mal außen vor sein, zum Beispiel Walldorf, der VfR Mannheim und auch der 1. FC Heidenheim II. Wenn die Jungs ihr fußballerisches Potenzial ausschöpfen können, dann sollten sie sich aber vom Abstiegskampf fernhalten. Das sollte auch das Ziel sein.

Auf längere Sicht gesehen: Ist für den FV mehr drin als die Oberliga?

Jetzt geht es erst einmal darum, sich in der Liga zu etablieren. Ich habe es aber selbst erlebt, in vier Jahren mit Ulm vier Klassen nach oben zu steigen. Es ist alles möglich. Sollte es klappen, bin ich sicher, dass auch die Regionalliga im Oberschwäbischen drin ist. Dann wäre auch der Zuspruch viel größer. Denn dass die Begeisterung da ist, hat man bei den Aufstiegsspielen oder auch beim Pokalspiel gegen Heidenheim gesehen.

Muss dann aber nicht neben Daniel Di Leo ein zweiter Torjäger her?

Andreas Kalteis hat in der Rückrunde sehr viel dazugelernt. Er hat sehr gut gegen den Ball gearbeitet und dadurch Daniel Di Leo Räume geschaffen. Auch Di Leo hat sich in seinem Defensivspiel in den vergangenen drei Jahren extrem verbessert. Jetzt kommen mit Viktor Hasenkampf und Rahman Soyudogru zwei Offensivleute. Rahman traue ich zehn Tore in der Oberliga zu, wenn er körperlich fit ist. Er hat in der Türkei viele Erfahrungen gesammelt, jetzt geht es für ihn darum, Erfolgserlebnisse zu bekommen. Er hat beim FV große Chancen, wieder auf sich aufmerksam zu machen.

Ihr bisheriger Co-Trainer Gerhard Rill ist der neue Cheftrainer. Haben Sie ihm etwas mit auf den Weg gegeben? Hat er das Zeug zum Oberligatrainer?

Ich traue ihm das zu, sonst wäre es auch nicht mein erster Gedanke gewesen, es auf ihn zu übertragen. Das war auch der Wunsch des Vorstands. Er kennt den Verein, er ist dort noch länger Trainer als ich, er hat die A-Jugend und die U23 trainiert. Wenn man sich die TSG Hoffenheim anschaut, die gerade zurück zu ihren Wurzeln geht, dann merkt man, dass man nicht nur die Spieler von unten aufbauen muss, sondern auch die Trainer. Gerhard hat bisher einen sehr guten Weg genommen. Wir telefonieren regelmäßig und tauschen uns oft aus. Ich habe weiterhin einen engen Draht zu ihm.

Wenn man auf Ihre drei Jahre beim FV zurückblickt. Was war, neben dem Aufstieg, der schönste Moment?

Gerade letztes Jahr war für mich das Trainingslager ein ganz eindrückliches Erlebnis. Da waren wir drei Tage zusammen, wir waren klettern, laufen. Zudem war es schön zu sehen, wie die Spieler Verantwortung übernommen haben, für sich und für die Mitspieler. Es gab viele Tage, die mir sehr gut gefallen haben. Ich bin auch froh, dass ich die Menschen kennengelernt habe. Da bleibt jetzt schon ein Stück von mir in Ravensburg hängen. Außerdem kann ich mir sehr viel von den Menschen dort mitnehmen.

Andersherum gefragt: Was war der schlimmste Moment in Ihrer FV-Zeit?

Das war ganz sicher der Start, das 1:7 in Aalen, als ich selber noch als Spieler aufgelaufen bin. Da habe ich gemerkt: Hoppla, es ist gar nicht so einfach, sich als Spieler und als Trainer zu behaupten. Wenn solche Momente allerdings am Anfang kommen, dann kann es nur besser werden. So ist es auch gekommen.

Haben Sie vielleicht als junger Trainer Fehler gemacht, die Sie jetzt im Rückblick anders machen würden?

Nein, absolut nicht. Ich bin froh um jede Entscheidung, die ich damals getroffen habe. Natürlich habe ich auf Ratschläge und Tipps von Insidern gehört. Aber ich bin froh, dass ich die Entscheidungen so getroffen habe. Nur dadurch konnte ich das Handwerk lernen. Ein großer Dank gilt hier den Verantwortlichen, die mir die Zeit gegeben haben. Beim FV Ravensburg war es ja nicht alltäglich, dass ein Trainer über einen längeren Zeitraum arbeitet. Da gab es doch einige Wechsel. Da war ich froh über die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Vorstand und dem Sportlichen Leiter Peter Mörth.

Apropos Peter Mörth. Es wird ab und an gemunkelt, dass ein Trainer beim FV immer etwas hinter dem Sportlichen Leiter zurücksteht...

Es ist definitiv so, dass der Sportliche Leiter beim FV das Sagen hat und das Ganze führt. Ohne ihn ginge es auch nicht. Die Zusammenarbeit zwischen Peter und mir war immer offen, vertraulich und konstruktiv. Natürlich waren wir zwischendurch mal nicht einer Meinung. Aber wir haben uns auf eine gewisse Art und Weise sehr gut ergänzt. Ich bin gut mit ihm klargekommen. Reibereien gibt es, das muss man miteinander klären. Das haben wir gemacht.

Sie haben eine Zeit lang ohne Co-Trainer gearbeitet. War das im Nachhinein vielleicht zu viel? Haben Sie da die Belastung etwas unterschätzt?

Kann sein, ich bin aber trotzdem froh um die Zeit. Ich war nie jemand, der groß darauf gepocht hat, dass unbedingt ein zweiter Mann hermuss. Es war für mich die Möglichkeit, noch mehr zu schauen, was ich mache. Da macht man natürlich Fehler. Wenn ich die Fehler mehrmals gemacht hätte, hätte ich bestimmt etwas falsch gemacht. Was meine Gesundheit anbelangt, kann es natürlich sein, dass ein bisschen was auf der Strecke geblieben ist, weil ich noch mal ein bisschen mehr gemacht habe. Aber: Ich möchte auch diese Zeit nicht missen.

Haben Sie auch in der Zeit, als Sie gesundheitlich angeschlagen waren, an den Aufstieg geglaubt?

In erster Linie ging es mir darum, so schnell wie möglich wieder gesund zu werden. Ich hatte natürlich die große Hoffnung, dass Gerhard die Mannschaft so weit fit hält und den Glauben aufrechterhält, dass wir bei meiner Rückkehr noch die Chance auf die vorderen Plätze hatten. Das war ja dann auch der Fall, deswegen haben wir uns da gut ergänzt und uns den Aufstieg letztlich verdient.

Welcher Spieler hat sich Ihrer Meinung nach in den vergangenen drei Jahren am meisten weiterentwickelt?

Jascha Fiesel hat in diesem Jahr einen enormen Sprung gemacht. Man muss bedenken, dass Jascha und Jona Boneberger im ersten Jahr gar nicht im Kader der ersten Mannschaft waren. Sie haben sich über die zweite Mannschaft sehr gut präsentiert. Bei Jascha war es über kurz oder lang an der Zeit. Qualität setzt sich irgendwann durch. Die Jungs waren auch beharrlich, haben an sich geglaubt und waren ehrgeizig genug. Manche lassen es schleifen, bei den beiden ist trotz aller Entwicklung Luft nach oben. Jona muss vor allem gesundheitlich fit bleiben, dann wird der FV noch Freude an ihm haben. Auch Ralf Heimgartner hat sich von seiner Persönlichkeit her sehr gut entwickelt. Mit seiner Zweikampfstärke hat er uns enorm geholfen. Ich könnte jetzt noch viel mehr Namen nennen.

Gab es andererseits Spieler, von denen Sie sich mehr erwartet hätten?

Ich muss sagen, dass die, die ich von Anfang an vom 91er-Jahrgang kennengelernt habe, es inzwischen im Kader der ersten Mannschaft gepackt haben. Auf die ist auch Verlass. Aber man kann nicht eine komplette A-Jugend übernehmen. Eine gewisse Mischung ist wichtig, auch für die Atmosphäre innerhalb des Teams. So richtig unzufrieden bin ich mit keinem. Man kann es als Trainer nicht allen recht machen, das habe ich in meiner Zeit als Trainer gelernt.

Können Sie sich denn vorstellen, in einer anderen Funktion zum FV zurückzukommen?

Im Prinzip ja, momentan aber nicht. Ich möchte den Sommer über die Ruhe genießen. In den letzten 18 Jahren hatte ich die Woche über und am Wochenende Verpflichtungen dem Fußball gegenüber. Ich möchte Zeit für meine Kinder haben, den Fußball in der Region betrachten und mich vielleicht bei einem Bundesligisten, Zweitligisten oder Drittligisten fortbilden, um aktuell zu bleiben. Es gab auch schon wieder Anfragen, aber diesen Sommer geht es mir darum, eine Pause zu machen. Dann ist im Prinzip wieder alles drin.

In der kommenden Saison wird man Sie also definitiv auf keiner Trainerbank wiedersehen?

Definitiv möchte ich jetzt nicht sagen. Denn wer weiß, was in fünf Monaten oder der Rückrunde ist. Das möchte ich nicht kategorisch ausschließen. So weit denke ich im Moment aber noch nicht.

 

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„Habe versucht, meinen Weg zu gehen“

Marco Konrad hat den FV Ravensburg über die Relegation in die Oberliga geführt. Die Aufstiegsspiele waren seine letzten als Trainer, ganz wird er den Verein jedoch nicht verlassen. Er sprach über die vergangenen drei Jahren, das Team und die Chancen in der Oberliga.

Marco KonradApplaus, Marco Konrad: Der Trainer hat den FV Ravensburg in die Oberliga geführt und überlässt jetzt seinem Ko-Team diese Aufgabe.  Bild: Alyaz

Vor knapp drei Wochen ist der FV Ravensburg in die Oberliga aufgestiegen. Haben Sie mit etwas Abstand diesen Erfolg schon realisiert?

Ich habe es schon realisiert, da ich schon ein paar ruhige Minuten für mich hatte und es genießen konnte, dass wir unser Ziel erreicht haben. Darüber bin ich sehr glücklich. Ich werde es aber nicht mehr auf dem Platz realisieren, wenn dann das erste Oberliga-Spiel ansteht.

Mit Ihren Einwechslungen hatten Sie im Verlauf der Saison viel Glück, Sie hatten oft ein goldenes Händchen. Ist das ein Indiz dafür, dass Sie die Mannschaft und die Spieler über drei Jahre hinweg sehr gut kennengelernt haben?

Es war sicher ein Baustein, dass die Jungs sich seit Jahren kennen und schon lange zusammen spielen. Ich konnte die Spieler immer besser kennenlernen. Als Trainer gehört aber sicher auch immer etwas Glück dazu. Wir hatten einen in der Breite sehr gut besetzten Kader. Vielleicht hätte ansonsten auch mal ein anderer Spieler das Tor gemacht. Die Qualität hat es mir als Trainer leicht gemacht, da ich ohne Bedenken Spieler einwechseln konnte.

Daniel Di Leo hat wieder über 20 Tore geschossen und war auch in den Relegationsspielen ein entscheidender Faktor. Was trauen Sie ihm in der Oberliga zu?

Ich traue ihm genau das Gleiche zu wie in der Landesliga und Verbandsliga auch. Dani macht seine Tore. Er ist ein Spielertyp, der schwer zu fassen ist, der einen guten Körper hat und in den vergangenen Jahren auch noch einiges dazugelernt hat, zum Beispiel im Spiel gegen den Ball. Seine Entwicklung hat mich sehr gefreut, deshalb glaube ich, dass er auch in der Oberliga der Torjäger sein kann wie bisher.

In der Winterpause wechselte Harun Toprak nach Ravensburg. Nach längerer Verletzung wurde er recht schnell zum Stammspieler. Wie wichtig war er im Aufstiegskampf?

Gerade im Aufstiegskampf war Harun ein großer Antreiber, der zu guter Form aufgelaufen ist. Wir haben ihn langsam und behutsam aufgebaut, um ihm für die Zukunft wieder eine gute körperliche Fitness zu ermöglichen. Inwieweit diese Zukunft beim FV Ravensburg liegt, muss man abwarten. Er ist in einem guten körperlichen Zustand, er hat uns geholfen, wir haben ihm geholfen – es war für beide Seiten eine gute Geschichte.

Johannes Vees – berufsbedingt zu Saisonbeginn nur für die U23 zum FV zurückgekehrt – hat in der Rückrunde für viel Schwung gesorgt und wichtige Tore erzielt. Kann er als zweiter entscheidender Zugang im Winter gewertet werden?

Johannes war zwar wenig im Training, hat sich aber mit seiner Art, Fußball zu spielen und seinen Toren in Großaspach, wo er das Spiel entschieden hat, und im Relegationsspiel in Schwetzingen einen erheblichen Respekt bei seinen Mitspielern erarbeitet. Er ist ein alter Hase, spielt schon eine Weile auf dem Niveau. Wenn er in der neuen Saison wieder regelmäßig trainieren kann, kann er eine richtige Verstärkung werden. Man darf aber nicht vergessen, dass wir in der Vorrunde mit Jonas Klawitter einen Spieler hatten, der diese Rolle ausgefüllt hat. In der Rückrunde war er aufgrund von Verletzungen, Krankheit und Roter Karte immer im Rückstand, da war es Gold wert, dass man einen Spieler wie Johannes Vees beim FV hat, der wie Manuel Litz ein eingefleischter Ravensburger ist und die Tradition dieses Vereins verkörpert.

Sie haben drei Jahre lang in Ruhe arbeiten dürfen. Ihr Ko-Trainer und der Trainer der zweiten Mannschaft haben während dieser Zeit aber häufig gewechselt. Waren die vielen Umstellungen problematisch für Ihre Arbeit?

Es war oft nicht ganz einfach, da es immer wieder neue Baustellen gab. Ich habe versucht, meinen Weg zu gehen. Vielleicht hätte ich auf die U23 oder den Jugendbereich mehr Einfluss nehmen können, aber letztendlich haben wir den Aufstieg geschafft. Ich habe mich auf das konzentriert, was meine Aufgabe war, die erste Mannschaft in die Oberliga zu führen. Es gab natürlich oft neue Situationen, in denen ich mich auf neue Menschen einstellen musste. Aber ich bin damit klar gekommen und im Nachhinein war alles richtig.

Der FV Ravensburg war Ihre erste Trainerstation. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gesammelt?

Für mich war es sehr interessant zu sehen, dass es wie überall menschelt. Wenn die Beziehung stimmt, wenn man jedem die notwendige Wertschätzung entgegen bringt, ist Leistung möglich. Es ist ein Spagat zwischen Menschlichkeit und dem Einfordern von Leistungsbereitschaft. Da habe ich gemerkt, dass man manche Spieler zwischendurch wieder anschieben muss oder strenger behandeln muss als andere. So gesehen ist ein Trainerjob eine sehr vielseitige Aufgabe. Man sieht ja in der Bundesliga, wie viele Fachleute sich die einzelnen Aufgaben aufteilen. Von daher war das eine super Erfahrung, alles von der Pike auf zu lernen und in allen Bereichen verantwortlich zu sein. Ich bin sehr froh, dass ich diese drei Jahre erleben konnte.

Welche Chancen räumen Sie dem FV Ravensburg in der Oberliga ein?

Ich traue der Mannschaft, weil sie einen guten Ball spielt, weil sie taktisch ein gutes Niveau hat und zudem einen besonderen Mannschaftgeist entwickelt hat, sehr viel zu. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre ein riesiger Erfolg im ersten Jahr. Dafür muss man natürlich viel machen, das wissen die Jungs. Dann glaube ich, dass der FV auf lange Sicht auch in der Oberliga eine gute Rolle spielt.

Viel wurde von der mannschaftlichen Geschlossenheit, vom tollen Charakter der Mannschaft gesprochen. War das tatsächlich die größte Stärke des Teams in dieser Saison?

In dieser Saison schon. Auch im ersten Jahr war ein guter Teamgeist da, vergangene Saison war einfach immer diese Enttäuschung der verpassten Relegation zu spüren. Der Charakter, Rückstände aufzuholen und der Teamgeist sind sicher der eine Grund. In meinen Augen waren wir aber auch fußballerisch in der Verbandsliga die Besten, noch stärker als Heidenheim.

Wird man Sie auch in Zukunft ab und zu im Ebra-Stadion sehen?

Ja, natürlich. Ich werde sicher auch mal in einem Jugendtraining zuschauen, versuchen, mich weiter einzubringen. Auch andere Vereine haben angefragt, ich werde aber zunächst passiv im Hintergrund bleiben. Meinen körperlichen Zustand möchte ich halten, sodass ich vielleicht ein Mal pro Woche im Training vorbeischaue. Im Spaß habe ich schon angekündigt, dass sich der eine oder andere Spieler warm anziehen muss, wenn er in der Oberliga spielen will.

Quelle:www.suedkurier.de - von Philipp Dittmann

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FV muß auswärts gegen FC Nöttingen

Stuttgart (sim). Vier der sieben badischen Oberligisten starten mit einem Heimspiel in die neue Saison (FCA Walldorf, FC Nöttingen, KSC II und SV Spielberg). In die Fremde müssen der TSV Grunbach, der VfR Mannheim sowie der 1. FC Bruchsal. Lediglich zwischen Spielberg und Aufsteiger Bruchsal steht allerdings nur ein direkter Vergleich zum Auftakt im Programm. Insgesamt 18 Teams nehmen in der fünften Fußball-Spielklasse die Punktehatz am 10./11. August auf, wovon jeweils sieben aus Baden und Württemberg sowie vier aus Südbaden kommen. Beim Staffeltag am kommenden Freitag (5. Juli) in der Geschäftsstelle des Württembergischen Fußballverbandes in Stuttgart wird die Jahresterminliste „abgesegnet“ und die Begegnungen zeitgenau terminiert. Änderungen kann es später noch bei den zweiten Mannschaften von Karlsruher SC, Stuttgarter Kickers und 1. FC Heidenheim geben, denn die Partien der zweiten Bundesliga und dritten Liga werden ja nur in Teilstücken angesetzt. Nichts mehr zu rütteln gibt es am festgelegten Wochenende sondern lediglich am entsprechenden Tag (freitags, samstags oder sonntags).

 

Bei den ersten drei Spieltagen kommt es zu folgenden Auseinandersetzungen in der Amateuroberliga:

 

10./11. August

1.FC Heidenheim II – TSV Grunbach, FCA Walldorf – Kehler FV, FC Nöttingen – FV Ravensburg, Karlsruher SC II – SSV Reutlingen, FSV Hollenbach – SGV Freiberg, Bahlinger SC – Stuttgarter Kickers II, FC 08 Villingen – VfR Mannheim, SV Spielberg – 1.FC Bruchsal, SV Oberachern – TSG Balingen.

 

17./18. August

VfR Mannheim – SV Oberachern, SGV Freiberg – Karlsruher SC II, Stuttgarter Kickers II – FSV Hollenbach, SSV Reutlingen – FC Nöttingen, FV Ravensburg – FCA Walldorf, Kehler FV – SV Spielberg, 1.FC Bruchsal – 1.FC Heidenheim II, TSV Grunbach – FC 08 Villingen, TSG Balingen – Bahlinger SC

 

24./25. August

1.FC Heidenheim II – FC 08 Villingen, FCA Walldorf – SSV Reutlingen, FC Nöttingen – SGV Freiberg, Karlsruher SC II – Stuttgarter Kickers II, FSV Hollenbach – TSG Balingen, Bahlinger SC – VfR Mannheim, 1.FC Bruchsal – Kehler FV, SV Spielberg – FV Ravensburg, SV Oberachern – TSV Grunbach.

Quelle: Badischer Fußballverband

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