Interview mit Tobias Flitsch | „Ich erwarte von jedem etwas mehr“

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Zu den größten Erfolgen des neuen FV-Trainers Tobias Flitsch zählt der Gewinn des WFV-Pokals mit dem SSV Ulm. Flitsch hat in der Vergangenheit mit Ulm und den Stuttgarter Kickers zwei Top-Teams trainiert. Foto: Hansjürgen Britsch

Es ist die größte Veränderung beim FV Ravensburg: Nach sechs Jahren sitzt nicht mehr Steffen Wohlfarth auf der Trainerbank, sondern Tobias Flitsch. Er kommt vom Verbandsliga- Aufsteiger SC Geislingen. Hier gibt er dem Südfinder das erste Interview | von Robin Halle

■ Herr Flitsch, wie lautet Ihr Fazit zum Ende der Vorbereitung?

Wir sind grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Aber wir sind noch nicht bei 100 Prozent. Ich erwarte von jedem etwas mehr: Von den Spielern, dem Trainerteam, den Pysiotherapeuten und den Ärzten. Wir müssen alle zusammen noch fleißiger sein, um unsere Ziele zu erreichen. Wir müssen noch mehr Aufwand betreiben.

■ Was meinen Sie konkret?

Die Art und Weise, wie ich mir unser Spiel vorstelle, ist sehr laufintensiv. Ich will sehen, dass die Spieler früh attackieren. Dass es Anspielstationen gibt. Deshalb ist die Intensität im Training sehr hoch. Daran muss sich vielleicht der ein oder andere noch gewöhnen. Ich muss bei 5 bis 6 Einheiten pro Woche allerdings auch aufpassen, dass wir die Spieler nicht überfordern. Ich denke, dass wir erst in drei bis vier Wochen die Kraft haben, unser Spiel konsequent über 90 Minuten durchzuziehen.

■ Gibt es einen Gewinner der Vorbereitung?

Nein. Die gesamte Mannschaft entwickelt sich in die richtige Richtung. Die Vorbereitungsspiele waren in Ordnung. Aber wie gesagt: Von jedem muss noch etwas mehr kommen.

■ Sie haben auf die Verpflichtung von Denis Videc gedrängt. Ist er ein Unterschiedspieler?

Denis ist mit seinen Standards ein Türöffner. Die Mitspieler können seine Bälle gut verwerten. Er baut das Spiel von hinten gut auf. Aber das Tempo in der Oberliga ist jetzt höher als in der Landesliga. Daran muss er sich gewöhnen.

■ Welches System bevorzugen Sie?

4-2-3-1.

■ Ist Daniel Schachtschneider dann als vorderster Angreifer gesetzt?

Denis Blaser kann auch ganz vorne spielen. Oder Rahman Soyudogru. Er ist nicht nur Co- Trainer, sondern auch Spieler. Rahman steht voll im Saft. Grundsätzlich werden wir bei den vielen Spielen bis Mitte September jeden Spieler brauchen. Jeder bekommt Einsatzzeiten. Es wäre natürlich schön, wenn wir für die Offensive noch jemanden dazubekommen.

■ Wo sehen Sie den FV am Saisonende?

Dazu kann ich heute noch nichts sagen. Ich bin sehr gespannt, wie die ersten zwei, drei Spiele laufen.

■ Welche Mannschaften sehen Sie denn vorne?

Die Stuttgarter Kickers muss man wahrscheinlich ausgrenzen. Die Mannschaft ist seit zwei Jahren zusammen, das Team ist eingespielt. Stuttgart müsste normalerweise ganz oben landen. Villingen dürfte in der Spitzengruppe mitspielen, wahrscheinlich auch Pforzheim und Göppingen.

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