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Zum Saisonschluss ein Derby

In der Fußball-Landesliga hat der SV Oberzell am Samstag den FV Ravensburg II zu Gast – „Oldie“ Högerle im Tor 

Das letzte Derby im Herbst gewann der FV II (Burak Soyudogru, links) gegen den SVO (Andreas Braunagel). Foto Christian Metz

Oberzellsz | Wenn am Samstag um 17.30 Uhr in Oberzell auf dem Platz das Derby zwischen dem SVO und dem FV Ravensburg II angepfiffen wird, laufen nebenan im Vereinsheim die letzten Vorbereitungen für die Saisonabschlussfeier der beiden Oberzeller Aktiven-Mannschaften.

Beste Laune ist garantiert: „Die gute Landesliga-Saison ist Grund zum Feiern“, sagt SVO-Trainer Achim Pfuderer – mindestens Platz fünf hat sein Team ja jetzt schon sicher. Natürlich weiß Pfuderer, dass er die Stimmung zusammen mit der Mannschaft noch einmal steigern kann: Mit einem Sieg gegen den Lokalrivalen.

Mit dem FV Ravensburg war Pfuderer ja kurzzeitig in den Medien in Verbindung gebracht worden – als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Gerhard Rill als Trainer der ersten Mannschaft: „Das ist eine Geschichte, die ins Reich der Fabelwesen gehört – es gab nie Gespräche zwischen mir und dem FV“, betont Oberzells Trainer, der ja frühzeitig beim SVO verlängert hat.

Unbemerkt geblieben ist der Erfolg, den Pfuderer mit seinem Trainer-Team und der Mannschaft hat, beim großen Bruder von nebenan nicht. Schon allein deswegen nicht, weil die Oberzeller vor dem direkten Duell für den FV II nicht mehr einzuholen sind. „Das 0:2 gegen den SV Baltringen war allein schon ein Tiefschlag“, beschreibt Matthias Thuro, Trainer des FV II, seine Gemütslage nach dem Schlusspfiff vom vergangenen Samstag. Als dann noch die Nachricht eintraf, dass der SVO in Laupheim gewonnen hatte und damit sechs Punkte weg ist, „musste ich das erst einmal sacken lassen.“

Aus der Traum der Ravensburger vom Sprung auf Platz fünf am letzten Spieltag – Thuro ist ein fairer Sportsmann: „Wir haben gegen Laupheim verdient zuhause 0:3 verloren – wenn Oberzell dann auswärts in Laupheim mit 4:0 gewinnt, verdient das Anerkennung.“

Auch wenn die Top-Five nicht mehr drin sind – ein Sieg in Oberzell wäre doch zumindest ein versöhnlicher Saisonabschluss. Dass gegen diesen Gegner etwas drin ist, zeigt ein Blick auf die Statistik. Die spricht in den letzten Begegnungen eindeutig für den FV – dreimal in Folge gewann das Team von Matthias Thuro das Derby mit 2:1.

Dieser - aus seiner Sicht – bösen Mini-Serie hält Achim Pfuderer geballte Fußball-Erfahrung entgegen: „Jede Serie endet einmal.“ Die momentane Form spricht jedenfalls klar für die Oberzeller, die nach dem Ausscheiden aus dem Rennen um die Aufstiegsrelegation mit zwei Siegen und 9:1 Toren gezeigt haben, dass die Saison keineswegs für sie gelaufen ist. „In der Tabelle haben wir die Nase leicht vorne gegenüber dem FV Ravensburg II“, freut sich Pfuderer – und hofft natürlich, dass sein Team den Heimvorteil zu einem Sieg nutzt.

Am Samstag wollen die Oberzeller auch die Namen von zwei Neuzugängen bekanntgeben – bis dahin ist Stillschweigen vereinbart. Beide kommen nicht aus der Kategorie „gestandene Spieler“ – das verrät Achim Pfuderer bereits: „Wir wollen jungen Nachwuchskräften die Chance geben, sich bei uns zu beweisen – junge, hungrige Leute, die bei uns eben nicht zehn gestandene Spieler auf ihrer Position vor der Nase haben.“ Weitere Gespräche laufen.

Die aktuelle Mannschaft wird wohl unverändert im Vergleich zum Erfolg in Laupheim in das Derby gegen den FV Ravensburg II gehen. Weiterhin angeschlagen ist Kilian Mützel – die Rückkehr des Kapitäns für das Saisonfinale ist aber möglich.

Da sind die Sorgen von Achim Pfuderers Gegenüber Matthias Thuro schon größer. Das geht los im Tor – die etatmäßigen Torhüter des FV sind schon im Urlaub oder anderweitig privat verhindert – da muss ein anderer wieder ran: Altmeister Gerd Högerle steht im Derby zwischen den Pfosten. Verletzt hat sich gegen Baltringen Innenverteidiger Niklas Klawitter – Thuro hart zwei Optionen: Entweder rückt sein Kapitän Marc Reischmann nach innen und Kevin Buck rechts außen in der Viererkette wieder in die Startelf, „oder ich werfe einen A-Jugendlichen ins kalte Wasser.“ Keine Option ist Sime Kresovic, der bereits in Kroatien weilt. Der Innenverteidiger wird den FV Ravensburg verlassen – der FC Bad Dürrheim aus der Verbandsliga Südbaden hat Kresovics Verpflichtung bekannt gegeben.

Thuro muss auch vorne umstellen, da Simon Wetzel im Urlaub ist. Der Trainer warnt insbesondere vor der Oberzeller Offensive – und hofft zugleich, dass seine Stürmer ihren Torriecher wiederfinden: „Wir haben viel im Torabschluss gearbeitet – Jonas Klawitter und Axel Maucher hatten im Training eine gute Quote.“

Quelle: www.schwaebische.de

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